
Da ich am Westende der Stocksteinerwand im Haus Nr. 59 meiner Eltern Johann und Maria Kandolf aufgewachsen bin, kann ich mich an viele Personen, Familien, Hausnamen, Ereignisse erinnern und versuche, nachfolgenden Generationen einen Einblick in die Zeit des vorigen Jahrhunderts zu geben.
Der langzeitige Dechant Konsistorialrat Hubert Pietschnigg verfasste 1931 ein Buch über „Alt Hermagor, Geschichtliche Erinnerungen“, erschienen im Selbstverlag des Verfassers, aus dem ich einige Stellen zitiere:
„Die Stocksteinerwand“
Mitten aus dem Markt ( Stadt seit 1930 ) ragt ein Felshügel empor, die „Stocksteinerwand“, der älteste und interessanteste Teil des Marktes. Auf diesem Hügel stand nun ein Schloss, allerdings keine Burg mit Türmen, sondern ein sogenannter Stock, das ist ein kleines Schloss, „Stock Steinwand“ genannt.
Von der Stocksteinwand ging auch die Besiedlung des Marktes aus, denn die ältesten Häuser stehen am Fuß desselben.“
Das Schloss stand auf der Steinwand, dort, wo heute die Häuser Feldkirchner, Simm, das Hild Häuschen und Peturnig stehen.
Meine Geschichten sollen ein Stimmungsbild vom Leben auf der Stocksteinerwand widerspiegeln.
Aufgelockert durch persönliche Begebenheiten möchte ich die nachbarschaftlichen Beziehungen schildern, die ich als Kind, Jugendliche und Erwachsene erlebte.
Viele Namen ehemaliger Bewohner der Häuser sind verschwunden. Neue Besitzer zogen in die vertrauten Häuser ein und die veränderten Situationen sind sichtbar.
„Zeit bleibt nicht stehen“, doch Vergangenes soll nicht ganz in Vergessenheit geraten.




